Über die Manufaktur Wolfers Frères

Die Geschichte von Wolfers Frères

Die Anfänge

Die traditionsreiche Gold- und Silberschmiede Wolfers Frères wurde 1812 vom aus dem deutschen Linden stammenden Goldschmied Louis Wolfers in Brüssel gegründet. Aus dem kleinen Atelier entwickelte sich rasch eine der führenden belgischen Manufakturen für Silberwaren, Bestecke und Schmuck. Das charakteristische „W“ unter dem Keilerkopf, seit 1852 als offizielles Meisterzeichen geführt, wurde zum unverwechselbaren Markenzeichen der Firma.

Künstlerischer Höhepunkt

Unter Philippe Wolfers (1858–1929) erreichte das Haus um 1900 seinen künstlerischen Höhepunkt. Philippe, Sohn des Firmengründers, zählt zu den herausragenden Gestaltern des belgischen Art Nouveau. Seine Entwürfe verbinden plastische Naturformen mit symbolistischer Ausdruckskraft und brachten ihm internationale Anerkennung. Seine Schmuck- und Silberarbeiten gelten heute als Schlüsselwerke des belgischen Jugendstils.

Nach Philippes Tod führten seine Nachkommen die Werkstätten erfolgreich weiter. In den 1930er Jahren prägte Wolfers Frères maßgeblich den belgischen Art Déco, bevor die Firma nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend industriell arbeitete. Ende der 1960er Jahre endete die Geschichte des Hauses als Familienunternehmen; die Markenrechte gingen an größere Konzerne über.

Wolfers Frères - Belgisches Kulturgut

Das von Victor Horta gestaltete Juweliergeschäft Wolfers Frères in der Rue d’Arenberg in Brüssel ist heute im Königlichen Museum für Kunst und Geschichte originalgetreu wiederaufgebaut. Ein großer Teil des Familienarchivs sowie die berühmte Wolfers & Petrucci Sammlung mit Meisterwerken von Philippe Wolfers sind dort dauerhaft ausgestellt – ein beeindruckendes Zeugnis belgischer Schmuck- und Silberkunst von internationalem Rang.

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