Über die Manufaktur Daum Frères
Jean Daum (1825-1885) kaufte 1878 die »Verrerie Sainte-Catherine« in Nancy und nannte sie "Verrerie de Nancy", bevor seine Söhne Auguste Daum (1853-1909) und Antonin Daum (1864-1930) die Glashütte in Daum Frères umbenannten.
Auguste leitete die Manufaktur, während Antonin die Leitung der Kunstabteilung übernahm. Seit etwa 1891 spezialisierte man sich auf die Produktion von Kunstgläsern mit den charakteristischen Blumendekoren. Wie Emille Gallé wurden Vasen und Lampen im Stile des antiken Kameenglas hergestellt.
In den 1920er Jahren verändern die Söhne von Auguste, Jean und Paul Daum (1888-1944), die Stilrichtung vom Jugendstil hin zum Art Déco.
Aufgrund der hohen Nachfrage eröffnet Daum 1925 eine weitere Kristallfabrik in Croismare, in der Pierre d'Avesn als Chefdesigner einstieg. In der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre musste diese Fabrik schließen, wohingegen das Unternehmen in Nancy die Krise überlebte.
1945 wurde der Betrieb in Nancy durch die Familie wieder aufgenommen und Anfang der 1960er Jahre in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.