Albert Comes Vase (Fürst Adolf Werkstätte), 60er Jahre

Albert Comes Vase (Fürst Adolf Werkstätte), 60er Jahre


Vintage Keramik-Ziervase, Bückeburg, Enwurf von Albert Comes. 60er Jahre. Gestreckter Korpus mit geschweifter Mündung. Signiert und nummeriert. Einwandfreier Zustand.

Stil
40er/60er Jahre
Herstellungsland
Deutschland
Material
Ziegelroter Scherben, grüne Mattglasur, hellbrauner Rand, innen: gelb glänzend lasiert
Produktionsjahr
60er Jahre
Designer
Albert Comes
Signiert
Bodenunterseite mit blauer Stempelmarke und (unleserlich) nummeriert 6304
Maße
Maße: H 26 – 30 cm, D Öffnung 12 cm, Boden D ca. 8,5 cm

Information über den Hersteller:

Die „Fürst Adolf Werkstätte“ (FAW), benannt nach ihrem Gründer Fürst Adolf II (Regierungszeit 1911-1917) wurde in Bückeburg im September 1912 eingeweiht. Anfangs wurde vor allem künstlerische und kunsthandwerkliche Form- und Farbenlehre vermittelt. Als Chef wurde der aus dem Saarland stammende Bildhauer Albert Comes verpflichtet, auf dessen Betreiben hin das schulische Angebot durch das Fach (Bau-) Keramik erweitert wurde. Während der Unterricht im Ersten Weltkrieg zum Erliegen kam, blieb die Tonverarbeitung in Gang. Nachdem man sich vorübergehend erfolglos auf die Herstellung teurer Luxuskeramik verlegt hatte, stellte Comes die Produktpalette auf erschwingliche Gebrauchskeramik um. Ende der zwanziger Jahre stellte sich der Erfolg ein. Fachleute und Liebhaber lobten vor allem die zeitlos-ästhetische Form und die geschmackvollen Glasuren und Spritzdekore der FAW-Produkte. Auf Messen und Ausstellungen erhielt die FAW Preise und Auszeichnungen. Nach dem Zusammenbruch und dem schwierigen Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg ging es Anfang/Mitte der fünfziger Jahre wieder bergauf. Zeitweise waren mehr als 100 Arbeitskräfte, in erster Linie Frauen, im Einsatz. Die Produktpalette der Wirtschaftswunder-Ära reichte von Gebrauchsgeschirr über Schmuckgefäße bis hin zu phantasievollem Einrichtungsdekor. Vieles davon ist bis heute in Sammler- und Liebhaberkreisen hoch geschätzt und begehrt. Ende der sechziger Jahre, wendete sich jedoch das Blatt. Der immer härter werdende Wettbewerb durch Billigimporte machte (auch) der FAW zu schaffen. 1971 kam das Aus, obwohl das Unternehmen bis zuletzt schwarze Zahlen geschrieben hatte. Die Stadt verlor eines ihrer repräsentativsten und werbewirksamsten Aushängeschilder.

(Quelle: Schaumburger Nachrichten vom 23.10.2012)

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